Irgendwelche Auswertungsmöglichkeiten für dieses Häkchen habe ich bis jetzt noch nicht herausgefunden.
Dieses Thema wurde auch schon als Wunsch im Thread http://forum.alf-banco.de/umsatzsteuers ... t3853.html angesprochen, aber anscheinend ist der Wunsch bei Alf noch nicht angekommen, zumindest wurde darauf noch nicht reagiert. Zugegeben, der Wunsch wurde für die neue Version 5 wohl etwas zu spät geäußert, aber vielleicht noch nicht zu spät, um im nächsten Update berücksichtigt zu werden. Daher äußere ich den Wunsch im AlfBanco5 Forum erneut, in der Hoffnung, dass er hier Gehör findet.
In einer Business Version wäre es wirklich wünschenwert, in den einzelnen Umsätzen steuerrelevante Details unterbringen zu können, die etwas mehr aussagen als eine einfache "Ja/Nein"-Markierung durch ein einfaches Häkchen.
Mir ist auch klar, das AlfBanco "nur" ein Onlinebanking- und kein vollwertiges Buchhaltungsprogramm ist, doch wären einfachste steuerrelevante Auswertungen schon wünschenswert. Dazu würde es im ersten Schritt schon ausreichen, wenn die steuerrelevanten Umsätze möglichst bequem und einfach identifiziert und in entsprechenden Auswertungen zusammengefasst und als Exceltabelle exportiert werden könnten, wo dann die eigentliche Auswertung stattfinden kann.
Wenn ich z.B. mehrere Ausgaben-Kategorien habe, die immer 19% Umsatzsteuer enthalten, die ich als Vorsteuer geltend machen kann, und dann eine dieser Kategorien einem Umsatz zuweise, kann ich mit dieser Info in einer Auswertung die bereits gezahlte Vorsteuer in diesen Umsatzkategorien ermitteln. Andere Ausgabenkategorien wären z.B. "Übernachtung", für die 7% Vorsteuer anfallen.
Bei den Einnahmenkategorien könnte ich die abzuführende Umsatzsteuer in einer Auswertung ermitteln. Die Differenz wäre dann entweder sie Umsatzsteuerzahllast oder -erstattung, je nach Vorzeichen.
Der einfachste Weg möglichst schnell dorthin zu kommen wäre, wenn statt eines Häkchens ein frei wählbarer Code angegeben werden könnte, wie z.B. eine Zahl als Steuerschlüssel, die dann gezielt in einer Auswertung abgefragt werden kann. Dieser Schlüssel repräsentiert dann die unterschiedlichsten Steuerarten und -sätze, die dann anderswo, z.B. in Excel ausgewertet werden können. Der Schlüsselwert sollte auch weiterhin direkt in den Umsatzdetails gespeichert werden, da sich die Mehrwertsteuer ja immer mal ändern kann und für spätere Umsätze andere Schlüssel enthalten können muss. Allerdings sollte es bei der Kategoriezuweisung (auch bei den automatischen Zuweisungsregeln) automatisch mit dem aktuellen Schlüssel gefüllt werden, damit man die Umsätze nicht noch mal extra einzeln "anfassen" muss, um den Steuerschlüssel zu hinterlegen. Dazu müssten die Kategorien neben dem Ein- und Ausgaben-Attribut ein zusätzliches Attribut erhalten, in dem man die Steuerschlüssel als Wert eingeben kann. Bei Änderungen der Steuersätze braucht dann lediglich hier der Schlüssel angepasst werden, um sicherzustellen, dass alle neuen Umsätze den neuen Steuerschlüssel erhalten.
Sicher kann man auch mit den jetzigen Kategorien solche Auswertungen konstruieren, indem man die Kategorienamen auswertet, doch ist dies äußerst umständlich und fehlerträchtig. Erstens gibt es viele Kategorien, welche einen identischen Steuersatz haben und zweitens können sich Kategorienamen auch mal ändern, bzw. in eine andere Ebene verschoben werden, oder sogar mehrfach vorkommen. Dies müsste dann in z.B. in der auswertenden Exceltabelle alles berücksichtigt werden.
Und wenn man denn schon dabei ist, könnte man den Umsatzdetails noch ein bis zwei zusätzliche Attribute spendieren, die der Anwender frei nutzen kann, z.B. zur Unterscheidung von privaten und gewerblichen Ein- und Ausgaben. Diese zusätzlichen Atrribute müssten in den Kategorien ebenfalls abgebildet werden, damit die darin enthaltenen Werte den Umsatzdetails per Regel zugewiesen werden können. So könnte mit einer Zuweisungsregel der Buchungsposten "Tanken" auf einem Privatkonto als Privatausgabe und auf dem Geschäftskonto als Gewerbliche Ausgabe mit Vorsteuer gekennzeichnet werden. Bisher habe ich 2 Hauptkategorien "Privat" und "Geschäftlich" zur Unterscheidung angelegt, mit dem Nachteil, dass jede dieser Hauptkategorien eine Unterkategorie "Tanken" enthalten muss. Zur optischen Unterscheidung nenne ich die private Kategorie "Tanken priv." und die geschäftliche "Tanken gesch.". Noch aufwändiger wird es bei den verschiedenen Versicherungsarten, die es sowohl für den privaten als auch für den geschäftlichen Bereich gibt. Und das Ganze dupliziert sich nochmals, wenn aus den Bereichen nicht nur Ausgaben, sondern auch Einnahmen zu erwarten sind, z.B. Prämienerstattungen oder Versicherungsleistungen. Dies zeigt, dass das obligatorische Einnahme-Ausgabe-Attribut in der Kategorie eigentlich überflüssig ist und einzig durch das Vorzeichen des Betrages definiert werden kann. Wenn in einer Kategorie Ausgaben und Einnahmen (z.B. Gutschriften) vorkommen können, muss wegen dieses Ein-Ausgabenattributes diese Kategorie zweimal angelegt werden.
Wie man sieht, gibt es noch viel zu tun in Sachen Steuern und Kategorien
Gruß
Siggi3001